Fink – Wheels Turn Beneath My Feet

Von · persönliche Hörerfahrungen auf Klanggeschichten

Platte der Woche: Fink – Wheels Turn Beneath My Feet. Eigenes Schallplattenmotiv mit beschriftetem Label.

DIE GESCHICHTE IN KÜRZE

Es gibt Alben, die hört man – und es gibt Alben, in denen man drin ist. Für mich gehört dieses Livealbum genau in die zweite Kategorie.

Es gibt Alben, die hört man – und es gibt Alben, in denen man drin ist.

Wheels Turn Beneath My Feet erschien 2012.

Für mich gehört dieses Livealbum genau in die zweite Kategorie.

Fink – eigentlich Fin Greenall – kommt ursprünglich aus England und lebt heute in Berlin, wo ein großer Teil seiner Musik entsteht.

Stimme, Gitarre und Raum

Angefangen hat er Ende der 90er als DJ und Produzent in der elektronischen Szene. Erst später hat er sich komplett neu erfunden, hin zu dem reduzierten Sound aus Stimme, Gitarre und Raum, für den man ihn heute kennt.

Und dann steht da diese Stimme. Sehr präsent. Sehr nah. Fast so, als würde er nicht für ein Publikum spielen, sondern direkt für sich.

Alles um ihn herum bleibt reduziert. Nichts drängt sich in den Vordergrund.

Und genau in diesem Raum passiert dann alles.

Diese Mischung aus Stimme, Atmosphäre und diesem leicht schwebenden, fast hypnotischen Sound – das ist für mich das, was diese Platte so besonders macht.

Neben Live from the Royal Albert Hall von RY X gehört sie für mich zu den besten Live-Aufnahmen überhaupt.

Und ich bin damit wohl nicht alleine.

Bei meiner damaligen Suche nach der Vinyl-Ausgabe bin ich auf Angebote von bis zu 1.300 Euro gestoßen. Das waren Angebotspreise – für mich trotzdem ziemlich erstaunlich.

Eine Aufnahme, die einen einfängt

Ich vermute, das liegt auch daran, dass die Aufnahmequalität dieses Albums außergewöhnlich ist. Sie wird nämlich immer wieder bei High-End-Vorführungen eingesetzt, weil sie zeigt, was eine Anlage wirklich kann.

Der Song Trouble’s What You’re In ist dafür ein perfektes Beispiel.

Und das Spannende ist: Man kann dieses Album zwar nebenbei anmachen, aber das funktioniert nicht lange. Irgendwann merkt man, dass es einen einfängt. Dass man automatisch langsamer wird, sich hinsetzt und wirklich zuhört.

Was für mich bleibt

Umso mehr freue ich mich, das Ganze am 18.10. in der Muffathalle in München selbst zu erleben. Nicht über Kopfhörer. Nicht über Anlage. Sondern direkt.

Albumdaten und Hintergründe: Quelle 1

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