Auf Haute & Freddy bin ich zuerst über ihre Musikvideos gestoßen. Die sind eigentlich nicht aufwendig produziert – oft minimalistisch. Aber durch die verrückten Outfits und eine leicht absurde Performance bleiben sie sofort im Kopf.
Big Disgrace erschien 2026.
Erst danach bin ich bei der Musik hängen geblieben – und die steht dem visuellen Teil in nichts nach.
Hinter dem Projekt stehen Michelle Buzz und Lance Shipp. Das Duo aus Los Angeles verbindet seine Liebe zum Theater, ungewöhnlichen Synthesizern und zur Clubkultur mit einer ganz eigenen Ästhetik.
Für mich gehören Haute & Freddy im Moment zu den progressivsten und verrücktesten Pop-Acts.
Viele Songs des Albums kennt man bereits aus früheren Auskoppelungen. Trotzdem lohnt es sich, Big Disgrace als Gesamtwerk anzuhören.
Musikalisch hört man 80er-Einflüsse. Oft erinnert es an die verspielte Eigenwilligkeit von Kate Bush und manchmal an Simple Minds. Sie sind gleichzeitig avantgardistisch und nostalgisch – und schaffen es, beides miteinander zu verbinden.
Das Album wirkt weniger wie eine klassische Popplatte – eher wie eine Kunstinszenierung in Musikform. Und ist damit mein Tipp für diese Woche.
Albumdaten und Hintergründe: Quelle 1
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